Die GEO-Checkliste: 15 Punkte für mehr Sichtbarkeit

GEO entscheidet zunehmend mit darüber, ob ChatGPT, Copilot oder Perplexity dich als relevant genug einschätzen – oder gar nicht erst auf dem Schirm haben. Die Frage ist dabei selten, ob du dich mit Generative Engine Optimization beschäftigen solltest, sondern: Wo fängst du konkret an?

Technik

Content

Ich habe dafür eine Checkliste zusammengestellt, aufgeteilt in einen technischen und einen inhaltlichen Block. Sie gibt dir einen ersten Überblick, wo die Hebel liegen. Für die Priorisierung und Umsetzung auf deiner eigenen Website brauchst du mehr als eine Liste. Als Startpunkt reicht diese allemal.

GEO-ToDos: Das erwartet dich

  • llms.txt anlegen
  • Eine eigene Grounding Page erstellen
  • Eine technisch fehlerfreie Website sicherstellen
  • Blog-Artikel, Landingpages & Co. aktiv für E-E-A-T nutzen
  • Die Top-Prompts deiner Zielgruppe kennen
  • Einen Website-Audit zur Content-Qualität durchführen

Die technische Basis

Ohne diesen Unterbau bringt der beste Content nichts, weil KI-Crawler deine Website erst gar nicht richtig verstehen oder erfassen.

1: llms.txt

Eine eigene Datei, die KI-Crawlern in einfacher Sprache erklärt, wer du bist und was du anbietest. Die Vorbereitung dafür kostet dich kaum Aufwand. Du kannst das sogar über kostenlose Tools erledigen lassen.

2: Grounding Page

Eine eigene Seite, die dein Unternehmen so zusammenfasst, dass KI-Modelle sie als verlässliche Quelle heranziehen können: Wer bist du, was machst du, wofür stehst du. Nennen wir es die „schönere“ Schwester der recht technischen llms.txt.

3: Fehlerfreie Website sicherstellen (technisches SEO)

Das Fundament, das viele unterschätzen (und vielleicht schon wieder vergessen haben): Crawling und Indexierung, eine aktuelle XML-Sitemap, eine für KI-Crawler konfigurierte robots.txt, SSL, eine klare Seitenstruktur, Meta-Descriptions und Alt-Tags bei Bildern, korrekte hreflang, keine 3xx-, 4xx- oder 5xx-Fehler, keine toten Links, kein Duplicate Content, kurze Ladezeiten und Breadcrumbs.

All das sollte dir nicht wirklich neu sein. Oder hast du SEO bis jetzt zu wenig ernst genommen?

4: FAQs

Wo es inhaltlich Sinn ergibt, FAQs ergänzen – am besten direkt als jene Fragen formuliert, die deine Zielgruppe auch in ein Prompt-Fenster tippen würde. Das Wichtigste dabei: Technisch sauber über Schema.org auszeichnen.

5: Schema.org-Typen

Neben FAQs lohnt sich die Auszeichnung als Organisation bzw. die Kennzeichnung spezifischer Content-Elemente – zB How-To-Anleitung, Ort, Event. Schau dir an, welche Schemas es überhaupt gibt und welche davon für dich und deine Seite sinnvoll sind.

6: Tracking & Reporting aufsetzen

Zum Beispiel über Peec AI oder Rankscale, aber auch die Google Search Console und das Bing Webmaster Tool (siehe nächsten Punkt) liefern brauchbare Daten.

7: Bing Webmaster Tool

Wird gerne übersehen, hat aber direkten Einfluss auf das komplette Microsoft-Universum (Copilot inklusive). Daher gerade für B2B-Unternehmen relevant. Geht ebenfalls in wenigen Minuten: Account erstellen, Seite verifizieren, Sitemap und URL einreichen – fertig.

Content & Sichtbarkeit

Mit der technischen Basis (Punkte 1 bis 7) sorgst du dafür, dass du gefunden wirst. Was du dann inhaltlich lieferst, entscheidet, ob du auch empfohlen wirst.

8: Top Prompts formulieren

Die zentrale Frage: Wofür willst du eigentlich die Antwort sein? Was will deine Zielgruppe von der KI wissen, bevor sie bei dir landet? Diese Prompts sind die Basis für deine gesamte Content-Erstellung – und oft wissen die Vertriebs- oder Customer Success-Experts, welche Fragen tatsächlich gestellt werden und damit relevant sind.

9: Fokus auf Longtail-Keywords

Eine eigene Strategie und Guideline für zukünftigen Content, die auf lange spezifische Suchanfragen statt auf umkämpfte Kurzbegriffe setzt.

10: Content Hubs

Definiere drei bis fünf Themen, in denen du wirklich Expertise hast. Baue darum jeweils ein Cluster mit passendem Content auf – statt dich in alle Richtungen zu verzetteln. Da steht sehr viel strategische und konzeptionelle Arbeit dahinter, bevor du wirklich loslegst. Umgesetzt wird das dann etwa in einem Blog oder auf Landingpages (siehe Punkt 14).

11: LinkedIn & Co.

Deine Social-Media-Aktivität zahlt indirekt auf GEO ein. Ein Hebel, der oft brachliegt: Employer Advocacy. Motiviere dein Team dazu, eigene Inhalte und Perspektiven zu veröffentlichen. Diese Inhalte werden von KI-Modellen viel glaubwürdiger eingeschätzt als glattgebügelter Business Content.

12: Wikipedia

Ein zusätzlicher externer Faktor mit großer Wirkung auf KI-Modelle (denn Wikipedia gilt als höchst vertrauenswürdig und unabhängig). Halte deinen Unternehmenseintrag aktuell, falls vorhanden.

13: Externe Erwähnungen

Mit und ohne Verlinkung – etwa auf Bewertungsportalen, in Fachmedien, in Listings oder auf Partnerseiten. KI-Modelle werten diese Erwähnungen als Vertrauenssignal, unabhängig davon, ob ein Link gesetzt ist.

Manches mag sich zwar wiederholen – doch das gehört so. Viele der Tasks funktionieren nur in der Gesamtheit aller GEO-Aktivitäten.

14: Blog & Landingpages

Erarbeite eine Content-Strategie für deinen Blog und überarbeite bestehende Artikel regelmäßig – aktualisieren, ergänzen, nicht einfach liegen lassen. Nutze sie gezielt für E-E-A-T (Experience, Expertise, Authority, Trust): Autorenprofile, Zitate, Datumsangaben, Publisher-Informationen, Quellen, etc.

15: Website-Audit

Nimm dir Zeit und schau dir an, was bereits da ist. Bewerte die Content-Qualität und leite daraus Vorschläge für Optimierungen ab. Solche Audits sollten idealerweise Leute machen, die mit einem frischen Blick auf das Thema und deine Seite zugehen – unvoreingenommen und neutral.

GEO-Checklist: Was das für dich bedeutet

15 Punkte, die alle zusammengehören. Einzeln haben sie kaum Impact, doch zusammen können sie dich in der Sichtbarkeit nach vorne bringen.

Es beginnt mit dem nervigen Zeug: Die technischen Punkte werden gerne aufgeschoben, weil sie unsichtbar sind – niemand sieht deine llms.txt oder deine Sitemap direkt. Der Content dagegen ist sichtbar und macht mehr Spaß. Beides gehört zusammen. Ohne die technische Basis findet dich die KI erst gar nicht. Ohne guten Content hat sie nichts, was sie empfehlen kann.

Diese Liste zeigt dir, wo die Hebel liegen. Welche davon für dich wirklich Priorität haben, wie viel Aufwand realistisch dahintersteckt und wie du das technisch sauber umsetzt – das hängt stark von deiner Website und deiner Branche ab. Wenn du das gemeinsam durchgehen willst: Lass uns reden. Ich mache mit dir ein Website-Audit und erarbeite eine Prioritätenliste, die zu dir passt.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Nach oben scrollen