KI-Content und Suchmaschinen

„GEO ist nichts anderes als SEO – nur mit Erweiterung“ – mit dieser provokanten Aussage hat vor ein paar Wochen SEO-Expertin Julia Weißbach (Head of SEO bei der SYZYGY Performance Marketing GmbH) bei einem Online-Workshop aufhorchen lassen. Dabei kann ich ihr nur zustimmen. Denn all das, was bisher für SEO gegolten hat, gilt erst recht für GEO. Aber starten wir am Anfang.

Die 3 wichtigsten Begriffe

GEO ist nicht länger nur mehr ein hochwertiges Printmagazin. Hinter GEO steckt eines der am meisten diskutierten Marketing-Buzzwords. Mit GEO bereiten wir unseren Content (vor allem auf der eigenen Website) noch besser für KI-Modelle auf. Damit bleiben unsere Produkte oder Dienstleistungen in den KI-Antworten sichtbar. Denn immer öfter wird die Künstliche Intelligenz für Recherche statt klassischer Suchmaschinen genutzt.

GAIO ist spezieller – denn in diesem Fall füttern wir KI-Modelle bewusst mit strukturierten (und weiterverwendbaren) Inhalten, damit diese bei KI-gestützten Empfehlungen berücksichtigt werden. Dabei geht es in letzter Instanz darum, Kontext herzustellen und relevant zu bleiben.

SEO: Search Engine Optimization
GEO: Generative Engine Optimization
GAIO: Generative Artificial Intelligence Optimization

Wie bereit ist deine Website für KI-Suchergebnisse?

Die Google Search Console hilft dir dabei, relevante Keywords und das Suchvolumen zu identifizieren. Mit Sistrix bekommst du weitere SEO-Kennzahlen und kannst die Performance mit Mitbewerbern herausfinden. Und auch für „KI Readyness“ gibt es mittlerweile Tools und Plattformen wie Rankscale.io oder den AEO Grader von HubSpot.

In beiden Tools kannst du dir anhand der eigenen Domain analysieren lassen, wie sichtbar die eigene Brand in KI-Antworten auf Plattformen wie ChatGPT, Perplexity oder Gemini ist. Rankscale nutzt dafür Kategorien wie diese:

Tipps: Das solltest du unbedingt beachten

Die folgende Checkliste wird dir vielleicht bekannt vorkommen, denn all das haben wir in Zusammenhang mit SEO bereits gehört. Doch mit GEO wird es jetzt noch wichtiger und relevanter. Denk daran:

  • Expertise sichtbar machen mit Blogartikeln, Fachbeiträgen, Interviews, etc. (= Content, Content, Content)
  • einzigartige Inhalte aufbereiten, die es woanders nicht gibt (Daten, Auswertungen, Analysen) und dadurch Uniqueness, Trust und Kontext herstellen
  • nicht nur auf die eigene Website setzen, Inhalte auf anderen Plattformen teilen (LinkedIn z. B. wird als „vertrauenswürdige Quelle“ eingestuft)
  • Absolutes Muss: strukturierte Inhalte (technische SEO-Basics wie H1, H2, H3 oder Schema.org-Auszeichnungen)
  • Content sauber aufbereiten – etwa mit Tabellen, FAQs, Akkordeons & Co.

Was hebt deine Inhalte von KI-Content ab?

Das World Wide Web wird aktuell von KI-Inhalten nur so überschwemmt – künstlich erstellt in wenigen Sekunden, ohne Impact und ohne tiefgehende Bedeutung. Wer Content weiterhin selbst produziert (sicherlich unter Mithilfe von KI) hebt sich ab. Wie kann das gelingen? Dafür hat Julia Weißbach drei Strategien parat, die ich mit meinen angeführten Beispielen klar untermauern kann.

1. Uniqueness

Mache deine Inhalte unverwechselbar. Bereichere sie mit Elementen, auf die eine Künstliche Intelligenz niemals zugreifen kann (außer, sie erfindet sie).

  • Statements, Interviews mit Expert:innen (habe ich beim NIS2-Whitepaper für PATCHBOX eingesetzt)
  • Zahlen und Daten aus selbst durchgeführten Analysen, Reportings oder Umfragen (wie Social Media-KPIs)
  • Erfolgsgeschichten und konkrete Use Cases, die aus der eigenen Arbeit entstanden sind

2. Struktur

Tatsächlich nichts Neues: Artikel und Landingpages müssen einer klaren, logischen und hierarchischen Struktur folgen. Setze zusätzlich auf sinnvolle Hervorhebungen, Inhaltsverzeichnisse, Sprungmarken, Zusammenfassungen, etc.

Eine strukturierte Arbeitsweise ist dafür unerlässlich. Etwas, das KI sogar besser kann – daher solltest du besonders sauber arbeiten und dir sogar KI-Hilfe holen, um deine fertigen Texte vor der Veröffentlichung nochmals zu hinterfragen.

Ein aktuelles Phänomen ist das „Anti-AI-Writing“, bei dem bewusst Typo- oder Grammatikfehler eingebaut werden. Damit soll den Leser:innen klar gemacht werden, dass den Beitrag eine „echte Person“ und keine KI geschrieben hat.

Dazu passt die Diskussion über die Verwendung von Gedankenstrichen. ChatGPT verwendet in Texten sehr oft dieses Stilmittel, wodurch sich Texter:innen (mich eingeschlossen) gezwungen sahen, den Gedankenstrich weniger zu nutzen. Sonst entsteht schnell der Verdacht, den Text gar nicht selbst geschrieben zu haben.

3. Personalisierung

Auch das kommt nicht sonderlich überraschend: Texte und Inhalte werden noch stärker auf die Zielgruppe zugeschnitten, teilweise sogar individualisiert. „Hyperpersonalisierung“ ist der Begriff, der vor mehr als zehn Jahren erstmals aufgetaucht ist. Ralf-Wolfgang Lothert beschreibt das so: „Mit Hilfe großer Datenmengen, KI und Echtzeit-Informationen werden Inhalte individuell auf einzelne Nutzer:innen zugeschnitten. Es wird das geliefert, was sie sehen wollen.“

SEO, GEO & Co.

Was erfüllt deine Website? Mit welchen dieser Begriffen kannst du etwas anfangen? Ich unterstütze dich gerne mit Content, damit du auch in KI-Suchergebnissen sichtbar bleibst.

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