Michael Stangl

Olympia is not enough

Schon mal von den Commonwealth Games gehört? Nein?! Ich war selbst ein wenig verwirrt – aber die Nationen des Commonwealth veranstalten ihr eigenes Olympia…

Commonwealth Games 2010DAS aktuelle Nachrichten-Thema in Neuseeland und Australien (bis Dienstag bin ich hier unterwegs – Bericht folgt) ist das Plagiat der olympischen Spiele: die Commonwealth-Games. Weil Olympia den Staaten des Commonwealth of Nations nicht reicht, wurden 1930 die Commonwealth Games ins Leben gerufen. Um die Kommunikation und Verbindung untereinander zu stärken – im sportlichen Wettbewerb.

In den nicht teilnehmenden Staaten stößt das Sportereignis nur auf geringes Interesse – ich habe nämlich noch nie etwas davon gehört. Bei den Teilnehmern ist das allerdings ganz anders. Für viele Sportler sind die Commonwealth Games der Karrierehöhepunkt, weil ihre Sportart etwa gar nicht olympisch ist. Neuseeland war selbst bereits drei Mal Austragungsort (zwei mal Auckland und ein mal Christchurch) und schickt dieses Jahr 192 Sportlerinnen und Sportler (am Foto etwas das Team der Schwimmer) zu den Spielen.

NZ Swimming Team

Die diesjährigen Commonwealth Games werden aber weniger vom Sport als vom Austragungsort dominiert. Indien mit der Hauptstadt New Delhi hat den Zuschlag bekommen und wollte zeigen, wie fortschrittlich und sicher das Land ist. Das ist in die Hosen gegangen: Sportstätten und Unterkünfte sind nicht fertig, Terrorwarnungen am laufenden Band und kaum bzw. schlechte Sicherheitsvorkehrungen sind die derzeitigen Schlagzeilen in den Medien. Es dürfte in Indien wohl wirklich grobe Missstände geben, erste Sportler haben ihre Teilnahme abgesagt. Aktuelle Nachrichten sind etwa im NZ Herald zu finden.

Der Countdown zu den Spielen läuft – am Sonntag, den 3. Oktober starten die Wettkämpfe …

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