Michael Stangl
Redaktionsplan in Trello

Selfmade Redaktionsplan

Software as a service: Wie du Trello als Tool für die Social Media-Content-Planung nutzen kannst.

Das Internet hat vieles einfacher (und günstiger) gemacht. Statt Microsoft Office nutzen wir heute die kostenlosen GoogleDocs. Simple Grafiken erstellen wir in Canva, statt sich eine teures Adobe Creative Cloud-Lizenz zu leisten. Für viele Anwendungen benötigen wir nicht mal eine App oder ein Programm, alles läuft online.

Niemand möchte mehr viel Geld für Programme ausgeben (im Gegenteil zu hochwertigem Content, für den gerne bezahlt wird -wie etwa Spotify, YouTube Premium oder Netflix eindrucksvoll beweisen).

Trello etwa ist eine kostenlose Online-Software für Projektmanagement mit weltweit mehr als 25 Millionen Nutzer_innen. Kennengelernt habe ich dieses Tool durch mein Studium, den das gesamte Curriculum samt den einzelnen Task wird in einem Trello-Board abgewickelt. Das sieht dann so aus:

#cos17 Trello Board

Schnell habe ich an dem Tool Gefallen gefunden. Trello funktioniert sehr intuitiv, eignet sich für Teams und hat eine Vielzahl an Funktionen, die unterschiedlichst eingesetzt werden können. Es war daher eine einfache Sache, daraus einen Online Redaktionsplan zu basteln.

FITINN Social Media

Über Trello werden derzeit die Inhalte von 8 Social Media-Kanälen in 4 Sprachen und in Zusammenarbeit mit 3 externen Agenturen geplant bzw. freigegeben. Wir bespielen aktuell Facebook und Instagram in diesen Ländern:

Die Veröffentlichung, das Community Management sowie das Monitoring in den Channels passiert weiterhin manuell bzw. über den Facebook Business Manager. Trello dient als Tool, um den Freigabe-Prozess abzubilden, einen grafischen Überblick aller Inhalte zu bekommen sowie den Austausch von Ideen zwischen den Agenturen zu ermöglichen. Wir haben uns dabei die bestehenden Funktionen von Trello für unsere Zwecke angepasst – und das vollkommen kostenlos.

Jedes Posting bekommt eine eigene Card, mit dem entsprechenden Label(s) für den Kanal, dem geplanten Veröffentlichungsdatum (Due Date) sowie dem Text für das Posting in der Description. Ein Screenshot des fertigen Postings wird als Attachment angefügt (und dadurch im Cover gezeigt), in den Comments können zusätzliche Infos wie KPIs, Übersetzungen, Serverlinks, etc. eingetragen werden und die Checklist-Funktion wird genutzt, um das Werbebudget des Postings zu dokumentieren.

Durch das Markieren von anderen Trello-Usern bekommen diese automatische Notifications – so wird Feedback gegeben oder Aufgaben verteilt.

Die jeweiligen Spalten zeigen den Status des Postings. Unter Ideas werden mögliche Ideen für später gesammelt, damit sie nicht vergessen werden. Drafts sind jene Postings, die bereit zur Freigabe sind. Das passiert, in dem die Karte in die jeweilige Wochenspalte (zB Week 1) gezogen wird. Nachdem Trello alle diese Änderungen protokolliert, ist auch ersichtlich wer wann welches Posting erstellt, adaptiert oder freigegeben hat.

Jede_r kann alles sehen und darf alles bearbeiten, kommentieren und für sich nutzen (so können coole Posting-Ideen von Agenturen aus anderen Ländern übernommen werden).

Trello Spaltenansicht

Wem die Spaltenansicht (siehe auch Titelfoto dieses Posts ganz oben) zu unübersichtlich ist, der kann in die Calender Ansicht wechseln. Damit wird der Plan endlich visuell und einzelne Postings können so schnell an einen anderen Tag verschoben werden. Außerdem kann nach Labels (den Social Media-Kanälen) gefiltert werden, was es noch übersichtlicher macht.

Trello-Calender Ansicht

In kurzer Zeit haben wir uns mit einem bestehenden Tool ein flexibles und intuitives System für die Planung von Social Media-Content selbst gebaut – für unsere Anforderungen mehr als ausreichend.

PS: Wer auf der Suche nach einer High-End-Lösung mit Funktionen zur Veröffentlichung, dem Tracking oder dem direkten Community Management ist, wird bei Anbietern wie swat.io eher fündig werden.