Michael Stangl

Labour Weekend instead of Nationalfeiertag

Assignments schreiben, Lernen, Wein genießen, am Strand liegen, mit dem Rad die Hügel von Waiheke Island bezwingen, Laufen – ein gemütliches Wochenende geht zu Ende…

Nicht der 1. Mai ist in Neuseeland der Tag der Arbeit – immer Ende Mai findet der Labour Day statt. Und weil die Kiwis besonders schlau sind, machen sie jedes Jahr ein langes Wochenende draus. Ich falle 2010 zwar um den österreichischen Nationalfeiertag (26. Oktober) um, dafür gabs aber das lange freie Labour Weekend (23. bis 25. Oktober).

Für dieses Wochenende hatte ich keine großen Pläne, immerhin steht die letzte Vorlesungswoche ins Haus und es sind einige Assignments fertigzustellen. Daran habe ich auch gearbeitet. Der Sonntag war aber der neuseeländischen Toskana gewidmet: Waiheke Islands (siehe auch Wikipedia). Diese 93 km2 große Insel liegt im Hauraki Gulf vor den Toren Aucklands und ist nur am Seeweg (die Fähre braucht für die rund 17 Kilometer etwa 45 Minuten) zu erreichen. Selbst habe ich die Insel dann mit dem Fahrrad erkundet, was ziemlich anstrengend ist – Waiheke besteht nämlich NUR aus Hügeln und teilweise extremen Anstiegen. Dafür wird man dann mit der einen oder anderen tollen Aussicht belohnt.

Waiheke Island View

Waiheke besitzt als Weinbaugebiet einen besonders guten Ruf. Sehr oft musste ich bei der Tour an die südsteirische Weinstraße denken. Trotzdem ist es hier etwas trockener und die Bäume erinnern mehr an mediterane Gegenden. Den Wein habe ich schließlich im Obsidian-Vineyard verkostet und für höchst lecker empfunden. Daher hab ich dort auch gleich meine Mittagspause bei Rosé, Pizza und einem netten Pläuschen mit „Einheimischen“ zwischen den Weinbergen genossen. Die Einheimischen sind eigentlich nur Wochenend-Bewohner, viele Reiche haben sich nämlich auf Waiheke Häuser um Unsummen gekauft und verbringen Wochenenden, Urlaube und den Sommer hier. Daher verzeichnet die Insel neben den rund 8.000 Einwohnern auch fast 4.000 gemeldete Zweitwohnsitze.

Weil Waiheke auch ein wenig die Insel der Gegensätze ist, habe ich den Nachmittag dann an einem der wunderbaren Sandstrände in der Sonne verbracht: weißer Sand, glasklares Wasser und das Meerrauschen. Einfach herrlich! Das mit dem Eincremen muss ich allerdings noch üben – kein weiterer Kommentar dazu…

Es war auf jeden Fall sehr spannend eine Rundreise über eine vollkommen abgeschiedene Insel zu machen, die zwar von Touristen überrannt wird – auf der Zeit aber trotzdem irgendwie stehen geblieben ist. Impressionen von Waiheke Island gibt es übrigens in „Views of … New Zealand“ und „Pieces of … Auckland“.

Waiheke Beach

Sonst war das Wochenende eher unspektakulär: neben den Assignments stand wieder Lauftraining am Programm und am Montag hatten wir den ersten Waldbrand in der Nähe meines Apartments. Obwohl ich eher bezweifle, dass der Brand sich von selbst entzündet hat. Es hat zwar seit vier Tagen (!!) nicht geregnet, so trocken ist es aber noch nicht…

Eine kurze Schlussbemerkung noch: ich merke, dass die Reisezeit in Europa beginnt – die Deutschen werden immer mehr!

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